Mein Liegerad-Kollege Andreas, der zur Zeit in Paris lebt, hatte mir ein eMail geschickt, in dem er auf die "randonnée cycliste" (also die Fahrradrundfahrt) hinwies. Ihm schrieb ich per eMail, dass ich voraussichtlich am Abend des 21.07. in Paris ankommen würde und man sich ggf. dort treffen könne.
Danach besorgte ich mir noch diverses Kartenmaterial (Belgien/Luxemburg,
Nordfrankreich, Stadtplan von Paris) packte das Nötigste in zwei Ortlieb
Backroller so dass es am nächsten Morgen losgehen konnte. Das Wetter
hatte zum Glück ein Einsehen mit meinem Vorhaben denn es nieselte
nach der recht nassen Vorwoche nur leicht auf dem Weg zum Wittener Hauptbahnhof.
Dort ging es mit der Regionalbahn zunächst nach Hagen, von wo aus
ein Regionalexpress über Mönchengladbach nach Aachen fährt.
Der Transport des bepackten Liegers in der vollbesetzten Regionalbahn (Berufsverkehr!)
im Einstiegsbereich war schon etwas schwierig, konnte mich aber nicht abschrecken.
Im Regionalexpress nach Aachen konnte ich das Rad dagegen im fast leeren
Fahrradabteil gut unterbringen und ab da die Fahrt entspannt genießen.
Beruhigend stellte ich fest, dass das Wetter, je weiter ich nach Südwesten
kam, immer besser wurde. Ich konnte auf dem Satellitenfoto der letzten
Wettervorhersage das Hoch über Frankreich ja auch schon deutlich sehen.
Nach einem prüfenden Blick auf die Generalkarte Belgien/Luxemburg
zeigte sich, dass es wohl angebrachter wäre, direkt bis Aachen mit
dem Zug durchzufahren. Wäre ich, wie zuerst geplant, von Mönchengladbach
aus gestartet, hätte ich einen Tag mehr für die Anreise benötigt
und wäre erst am Samstag, 22.07. abends, also einen Tag vor Ankunft
der Tour de France in Paris angekommen. Da ich bis Mönchengladbach
mein auf Preisstufe C erweitertes B-Ticket des VRR verwenden konnte und
eine Bahncard hatte, kostete mich die Zugfahrt nur ca. DM 20,- einschließlich
Fahrradtransport. Um ca. 10:40 Uhr kam ich dann in Aachen an, wo das Abenteuer
"Aachen-Paris per Liegerad" beginnen konnte.
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