Rückfahrt nach Witten
Nachdem ich mich von Andreas verabschiedet habe, verstaue ich meinen Lieger
in dem sehr engen Fahrradabteil, in dem sich bereits ein zerlegtes Tandem
(Laufräder demontiert, weil es sonst zu sperrig ist) und ein Liegerad
befindet. Der Besitzer des Liegerads hilft mir netterweise bei der Verstauung
meines Rads und ich begebe mich in ein in der Nähe befindliches Abteil,
um eine, leider unruhige, Nacht zu verbringen. Am nächsten Morgen
steige ich in Amsterdam aus und nehme einen Intercity-Zug nach Enschede.
Dort gibt es bei der Fahrrad-Unterbringung wenig Probleme. Von Enschede
aus fahre ich über Gronau und Epe nach Metelen und fülle dort
meine Trinkflaschen auf. Metelen ist ein kleiner, an dem Flüsschen
Vechte gelegener, landschaftlich sehr reizvoller Ort, der als Highlights
eine alte Kirche, ein Wassermühlen-Museum, ein Eisenbahn-Museum sowie
einen Vogelpark beherbergt (ich selbst empfinde letzteren allerdings eher
als Tier-Knast). Von dort aus fahre ich über Coesfeld, Dülmen
und Haltern zurück ins Ruhrgebiet. Die weitere Route geht dann über
Marl, Recklinghausen, Herne, und Bochum nach Witten.
Während ich im Münsterland nur einzelne kleine Schauer abbekomme,
fängt es in Herne schon recht kräftig an zu regnen und in Bochum
kommen dann regelrechte Sturzbäche auf mich hereingebrochen. Ich kann
die Hand vor Augen nicht mehr sehen, muss daher meine Brille abnehmen und
fühle mich langsam wie ein Fisch. Als ich mich endlich Witten-Herbede
nähere, wird der Regen schwächer, aber jetzt bin ich trotz Regenklamotten
eines bekannten US-amerikanischen Herstellers bereits nass bis auf die
Haut. Von Enschede nach Witten sind es auf diesem Weg ca. 135 km.
Aus o.g. "technischen" Gründen muss der interessierte Leser hier
leider auf Fotos verzichten, da ich (noch) keine Unterwasserkamera besitze
;-) .
Witten, im Juli 2001
Carsten Kompa
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Aufenthalt in Paris
© 11.02.2001 Carsten Kompa carsten.kompa@witten.org