Lelystad 2000
Die Anreise
2 Tage vor dem Beginn der Cycle Vision 2000 in den Niederlanden, brachen Norbert
und ich in aller Frühe (8.00 Uhr) aus Dortmund auf. Nach den bereits gemachten
Tour-Erfahrungen auf zwei Rädern war Norbert neugierig auf die 'Tourfestigkeit'
seines Allewedders. Da uns ein 'Servicewagen' mit optionalem GepŠck am
Samstag folgen wŸrden, war der etwas eingeschrŠnkte GepŠckraum des AW
ausreichend.
Mein Hochlieger war dagegen doch recht arg mit dem NotgepŠck bepackt und
stand der AW in Puncto Gewicht nichts mehr nach. Etwas Sorge machte mir
das zu erwartende Fahrverhalten, da mein GepŠcktrŠger an der Hinterradschwinge
befestigt ist und somit auf dem schwingenden Teil des Rades aufliegt.

Mit allem Nštigen ausgerŸstet und einer Portion guter Laune, ob des trockenem Wetters ging es dann los zum ersten Zwischenziel Wesel. Dort waren wir
mit Steffen (der in Ratigen annŠhernd zeitgleich gestartet war) an der RheinbrŸcke verabredet. Da der Donnerstag ein Feiertag war , hielt sich
der Autoverkehr am Morgen in Grenzen , was die Fahrt auf den Hauptverkehrsstra§en des Ruhrpotts angenehm gestaltete.
Gemeinerweise waren die Orte die ich mir als Routenwegweiser aufgeschrieben
hatte, meist nicht ausgeschildert oder fŸhrten zur nŠchsten Autobahnauffahrt.
So machten wir einem kleinem Schlenker, der uns von der geplanten Route
abweichen lies (Herne und Herten kann man wirklich schon mal an einem
Feiertag Morgen um 9.00 verwechseln). Trotzdem sind wir zeitplangemЧ
an der RheinbrŸcke angekommen, nachdem Steffen einige Stunden vorher mit
uns einen besprochenen Routine Kontakt hergestellt hatte.
Dank modernster GSM Funktechnik, schafften wir es auch, uns nicht um 150m
zu verfehlen !
Gemeinsam steuerten wir dann das Ziel der Tagesetappe , die Klever Jugendherberge
an.
Nach 138km trafen wir in Kleve abends um 18.00 Uhr ein und wuchteten
unsere RŠder den steilen Anstieg in dem sonst so flachen Landstrich zur
JHB hoch.
Nach dem guten Abendessen , sind wir noch ein bi§chen 'ausgelaufen'. Norbert
war von der Tourentauglichkeit seiner AW Ÿberzeugt, meine Sorgen wegen
der FahrstabilitŠt waren verflogen ,Steffen laborierte noch an seinem
Heuschnupfen und war froh um jedes bi§chen zubetonierte Fleckchen ohne
Gras.
Auf trockenes Wetter fŸr die nŠchste Etappe hoffend, sanken wir in den
Schlaf ........
D.h. genauer gesagt ,wir wollten in den Schlaf sinken.
Nachts konnten wir uns dann von dem Energiepotential nicht ausgelasteter
pupertierender Jugendlichen Ÿberzeugen.
Also nix gegen antiautoritŠre Erziehung aber hier hŠtte ich mit einen Herbergsvater der alten Schule gewŸnscht. Judenherbergen kšnnten so schšn
sein, wenn nur die Kiddies nicht da wŠren.
Am nŠchsten Morgen ging es dann weiter in Richtung Lelystad.
Nach rasanter Abfahrt mit stuntverdŠchtigen Alleweder Spurwechseleinlagen,
Ÿberquerten wir die Grenze zu den Niederlanden und kamen schlagartig in
den Genu§ vernunftbegabter Verkehrsplanung.
StŠndiger 'Begleiter' , nein besser Widersacher war natŸrlich der konstante
Westwind, der uns entgegenblies.
Ich hatte mit Willi, der unser lowpriority
GepŠck transportierte 18.00 Uhr als Zielankunftszeit in Lelystad am Campingplatz
verabredet (an dieser Stelle ein dickes Dankeschšn an Willi).
Und tatsŠchlich schafften wir es uns auf der 140km langen Etappe nur um
20 Minuten zu verspŠten.
Leider war der Campingplatz aber voll besetzt und so bekamen wir einen
Plan in die Hand gedrŸckt , um zu dem anderen CampingplŠtz quer durch
Lelystad zu finden. Der zeigte aber leider eine Autoroute und so stie§en
wir nach ein paar Kilometern an eine Stra§e, welche fŸr Radfahrer gesperrt
war.
Durch die besch... Ausschilderung und zahlreichen BrŸcken Ÿber die KanŠle
brauchten wir ewig, um besagten Campingplatz zu finden. Zum GlŸck hatte
ich noch den Stadtplan von letzten Jahr sonst ......
Gerd und Monika waren auch schon angekommen und hatten bereits einen Bereich
fŸr den Liegeradtreff Dortmund abgesperrt.
Kurze Zeit spŠter brutzelten
auch schon die ersten Leckereien auf Gerd's Grill (noch'n dickes Dankeschšn
diesmal an Monika und Gerd).
Abends wurde es dann unter dem Tarp noch richtig gemütlich.
Da die Offiziellen der Cycle Vision wohl bemerkt hatten das viele Angereiste
Probleme mit dem Radwegelabyrinth Lelystad hatten, bekamen wir abends
noch Besuch von zwei Organisatoren, welche uns begr٤ten und uns mitteilten,
das sie nachts Wegmarkierungen anbringen wŸrden. Diese halfen uns auch
am nŠchsten morgen die Cycle Vision (wieder)zufinden. Schon hier zeigte
sich, die wie jedes Jahr durchweg gute Organisation der Cycle Vision von
seiner besten Seite.
Die Cycle Vision
fand wie jedes Jahr auf einer Auto/Busteststrecke am Rande von Lelystad
statt. Dort befindet sich ein 2.8km langes Oval mit leichter Kurvenneigung
, welches fŸr die verschiedenen Rennen gut geeignet ist.
Als wir am Samstag morgen auf dem GelŠnde eintrudelten , hatten sich
bei schšnstem Wetter bereits zahlreiche Zuschauer eingefunden.
In einem gro§en Zelt am Rande der Strecke, fanden sich wie jedes Jahr
zahlreiche Hersteller ein, die ihre Produkte vorstellten und bewarben.
Neben der obligatorischen Fressbude gab es einen Testplatz für Liegeradinteressierte
und Liegeradler die die diversen Produkte der Hersteller kritisch testen
möchten (was auf einem 20x50m Gelände kaum vorstellbar ist).
In den Garagen der Testanlage befand sich das Fahrerlager.
Besonderes Highlight dieses Jahr war das Allewedder-Rennen, zu dem sich
auch Norbert angemeldet hatte. Schlie§lich konnte er ja nicht ahnen,
das das Rennen zu einem 'Gemätzel' entarten wŸrde.
Am Abend zuvor hatte er noch schnell eine Einführungsrunde auf dem
Testoval gedreht um den Kurs kennenzulernen. Als dann jedoch auf der Zielgeraden
mit Verkehrshütchen ein enger kurviger Parkour abgesteckt wurde,
schaute er schon ziemlich überrascht :-))
Kurz vor dem Start warteten alle Fahrer hochkonzentriert
auf den Startschu§. Norbert (dritter von links) suchte gleich am Anfang den direkten Vergleich
mit Ymte der direkt links neben ihm stand.
Die gelbe AW gefahren von Tim Bieseman schnitt durchs Feld wie
ein Messer durch Butter.
Dummerweise hat er durch seinen 'rücksichtslosen' Fahrstil einen
Unfall verursacht der ihm den Sieg kostete. Schade schade.....
"Achtung Norbert, Ymte kommt von hinten !!"
Geschafft !
Und das AW hat das Massaker auch unbeschadet überstanden !
Steffen gratuliert dem tapferen Piloten zum hervorragenden 14. Platz.
Und was "Mann" für die Plazierung alles so bekommt
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